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Automobil / ADAS

ADAS Sensor- & Kameraheizung

Gedruckte und transparente Heizfolien für Radarabdeckungen, Kamerafenster und ausgewählte Sensoroberflächen — entwickelt für Enteisung, Beschlagsfreihaltung und Integration in hinterspritzte Abdeckungen, wenn Transmission, Diagnose und elektrische Architektur zusammenpassen.

ADAS Sensor- & Kameraheizung

Herausforderung

Zuverlässige Wahrnehmung beginnt an der Sensoroberfläche. ADAS-Sensoren (Radar, LiDAR, Kameras) müssen auch bei Winterbetrieb, Tunnelfahrten und Kondensation verwertbare Daten liefern. Bei SAE Level 2 kann ein blockierter Sensor oft an den Fahrer zurückgeben; bei höheren Automatisierungsgraden wird Sensorverfügbarkeit zur deutlich strengeren Sicherheits- und Systemverfügbarkeitsanforderung. Schnee, Eis, Beschlag und Matsch auf Abdeckungen können die Transmission reduzieren und Funktionen wie Abstandsregelung, Kollisionsvermeidung oder automatisierte Fahrfunktionen deaktivieren. Die technische Herausforderung ist nicht nur thermisch: Das Heizerdesign muss auch zum Diagnosekonzept, zur zulässigen Heizkreisanzahl, Spannungsebene, Cover-Geometrie und Radar- bzw. optischen Transmission passen.

Unsere Lösung

ATT entwickelt gedruckte und transparente Heizfolien für Sensoroberflächen, bei denen Anwendungsprofil, elektrische Architektur und Diagnosekonzept einen integrierten Heizansatz ermöglichen. Gedruckte Silberheizer können für Kamera- und Radarabdeckungen attraktiv sein, wenn Layout, Radardämpfung und Fehlerdetektion zusammenpassen; transparente Heizer auf leitfähigen Substraten werden für LiDAR-nahe Anwendungen eingesetzt, bei denen metallische Strukturen die optische Transmission beeinträchtigen würden. Ziel ist eine serienfähige Funktionsschicht, die Enteisung bzw. Beschlagsfreihaltung mit Prozessintegration verbindet — etwa durch Hinterspritzen und bestehende Dekor- oder Funktionsfolien-Stacks.

So funktioniert's

1

Design & Simulation

Kundenspezifisches Heizerlayout, entwickelt mit ATTs proprietären Simulationstools — abgestimmt auf Cover-Geometrie, Enteisungsziel, Spannungsebene, Diagnosekonzept und Transmissionsgrenzen.

2

Druck & Verarbeitung

Silbertinte im Siebdruckverfahren auf transparente Polycarbonatfolien gedruckt, mit kontrollierter Schichtdicke für gleichmäßige Wärmeverteilung. Für LiDAR-Anwendungen werden leitfähige transparente Substrate eingesetzt.

3

Integration

Heizfolien werden mit Ihrem bestehenden Werkzeug hinterspritzt — kein zusätzlicher Montageschritt, keine Änderungen an Ihrer Produktionslinie erforderlich.

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Test & Qualifizierung

Thermische, optische/Radar- und Umweltvalidierung gemäß Projektanforderung — inklusive Temperaturwechsel, Feuchtebelastung und OEM-spezifischen Testplänen, sofern anwendbar.

Variante 1 — Gedruckte Silberheizungen

  • Prozessintegrierte Alternative zu drahtbasierten Heizungen, wenn Diagnose und elektrische Architektur ein gedrucktes Layout erlauben
  • Transparent, hinterspritzbar auf Polycarbonat
  • Thermoformbar für komplexe 3D-Geometrien
  • Leistungsdichte wählbar

Variante 2 — Transparente Heizer für LiDAR

  • Basierend auf leitfähigen transparenten Substraten — keine metallischen Strukturen
  • Optimiert für LiDAR-Wellenlängen (905 nm und 1550 nm) mit > 90% Transmission
  • Silberheizer sind für LiDAR nicht einsetzbar — nur transparente Substrate ermöglichen die nötige Lichtdurchlässigkeit
  • Hinterspritzbar auf Polycarbonat

Anwendungsbereiche

Kameraabdeckungen

Front-, Heck- und Surround-View-Kameras für ADAS Level 2–5. Transparente Heizungen verhindern Beschlag und Vereisung ohne Beeinträchtigung der Bildqualität.

Radarabdeckungen

76–77 GHz Radarmodule für adaptiven Tempomat und Kollisionsvermeidung. Heizer-Design optimiert auf < −0,5 dB Signaldämpfung.

LiDAR-Fenster

905 nm und 1550 nm LiDAR-Systeme für 3D-Umgebungserfassung. > 90% Transmission wird über das gesamte Betriebsspektrum aufrechterhalten.

Multi-Sensor-Cluster

Integrierte Frontmodule, die Kamera, Radar und LiDAR hinter einer einzigen beheizten Abdeckung vereinen — der wachsende Standard in modernen EV-Plattformen.

Outdoor-Robotik & Drohnen

Ausgewählte radartransparente oder optische Sensoroberflächen für langsamere autonome Plattformen, Inspektionsdrohnen, Rettungsequipment und Outdoor-Systeme, die Eis, Schnee, Nebel oder Kondensation ausgesetzt sind.

Technische Daten

Leistungsdichte Wählbar
Min. Dicke Ab 50 μm
Radardämpfung < −0,5 dB (76–77 GHz)
Optische Transmission > 90%
LiDAR-Transmission > 90%

Vorteile

  • Erprobte Technologien für den Serieneinsatz
  • Nahtlose Hinterspritz-Integration — kein Montageschritt
  • Frühe Engineering-Unterstützung bei Heizkreisanzahl, Fehlerdetektion, Spannungsebene und Transmissions-Trade-offs
  • Transparente Heizer auf leitfähigen Substraten speziell für LiDAR
  • Transparent über visuelle, Radar- und LiDAR-Wellenlängen
  • Bewährte Lieferkette: direkt an Tier 1, oder kombiniert mit Spritzgusspartner an OEM
  • Konform mit automobilen Qualifizierungsstandards

Häufig gestellte Fragen

Welche ADAS-Sensoren können mit ATTs Heizfolien beheizt werden?
Unsere Heizfolien funktionieren mit allen gängigen ADAS-Sensortypen: Kameras (sichtbar und Infrarot), Radarmodule (76–77 GHz) und LiDAR-Einheiten (905 nm und 1550 nm). Das transparente Heizer-Design gewährleistet minimale Signaldämpfung über alle relevanten Wellenlängen — unter −0,5 dB für Radar und über 90% Transmission für optische/LiDAR-Anwendungen.
Wie schnell enteist der Heizer eine Sensorabdeckung?
Die Enteisungszeit hängt von der gewählten Leistungsdichte, Umgebungstemperatur, Abdeckungsgeometrie und Integrationsdesign ab. Unsere Simulationstools können die Enteisungsleistung für Ihre spezifische Anwendung exakt vorhersagen.
Warum ist ADAS-Sensorheizung mehr als eine thermische Designaufgabe?
Der Heizer muss die Sensortransmission erhalten und gleichzeitig zur Systemarchitektur passen. Bei Radarabdeckungen können Heizkreisanzahl, Leiterbahnbreite, Spannungsebene, Fehlerdetektion und zulässige Radardämpfung genauso wichtig sein wie die reine Enteisungsleistung. ATT unterstützt diese frühe Abwägung, bevor ein Heizerlayout festgelegt wird.
Beeinflusst der Heizer die Radar- oder LiDAR-Sensorleistung?
Nein. Unsere gedruckten Heizer sind speziell für minimale Signalbeeinträchtigung konzipiert. Bei 76–77 GHz bleibt die Radardämpfung unter −0,5 dB. Für LiDAR bei 905 nm und 1550 nm übersteigt die optische Transmission 90%. Diese Werte erfüllen die strengsten OEM-Spezifikationen für ADAS-Sensorabdeckungen.
Kann die Heizfolie in bestehende Spritzgusswerkzeuge integriert werden?
Ja. Unsere Heizfolien sind für das Hinterspritzen konzipiert und können mit minimalen oder keinen Anpassungen in bestehende Produktionswerkzeuge integriert werden. Die Folie wird vor dem Spritzvorgang im Werkzeug platziert — kein zusätzlicher Montageschritt erforderlich. Dies vereinfacht die Produktion im Vergleich zu drahtbasierten Lösungen erheblich.
Was ist der Unterschied zwischen Silberheizer und transparentem Heizer?
Silberheizer werden im Siebdruckverfahren hergestellt und eignen sich ideal für Kamera- und Radarabdeckungen — sie bieten einen kosteneffizienten Ersatz für drahtbasierte Lösungen mit gleichmäßiger Wärmeverteilung. Transparente Heizer basieren auf leitfähigen Substraten und sind speziell für LiDAR-Anwendungen konzipiert, da metallische Strukturen wie Silberleiterbahnen die Laserübertragung bei 905 nm und 1550 nm beeinträchtigen würden.
Sind beheizte Sensoroberflächen nur für Pkw relevant?
Nein. Das gleiche Engineering-Problem — eine Sensoroberfläche bei Eis, Schnee, Nebel oder Kondensation verfügbar zu halten — kann auch bei Outdoor-Robotik, Drohnen, Inspektionsplattformen, Sicherheitssystemen, Rettungsequipment und anderen langsameren autonomen oder teilautonomen Systemen auftreten. Diese Anwendungen können andere Diagnose- und Qualifikationsanforderungen haben als Automotive-Radarabdeckungen.
Welche automobilen Qualifizierungsstandards erfüllen ATT-Heizer?
ATT-Heizfolien werden gemäß den spezifischen Anforderungen jedes OEM- und Tier-1-Kunden qualifiziert. Dies umfasst typischerweise Temperaturwechseltests (−40°C bis +85°C oder höher), Feuchteprüfungen (85°C/85% r.F.), UV-Belastung und mechanische Belastungstests. Wir arbeiten eng mit Ihrem Qualitätsteam zusammen, um alle projektspezifischen Anforderungen zu erfüllen.
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